HR Classic Cup
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Harald's Ecke

Der HR Classic Cup 2011
19.01.2012 09:46:44

Da der Name Honda-Lorenz Motul Classic Cup bei Ansagen im Fahrerlager und in der Werbung zu lang war und zu Missverständnissen führte, kehrten wir zu unserem ursprünglichen Namen zurück. Kurz, HR-Classic-Cup. Das ursprüngliche Konzept, alle Klassen mit der Baujahrbegrenzung bis 1990 für Zweitakter bzw. für Viertakter über 600 bis 750 ccm bis Baujahr 1985 und bis 600 ccm bis Baujahr 1993, ist aufgegangen. Nicht bewährt hat sich auf Grund zurückgegangener Bewerberzahlen die Klasse bis 50 ccm. Sehr bedauernswert, weil die technischen Leistungen sowie das fahrerische Können solcher Piloten, wie z. B. Gerold Meißner, Peter Müller und Jörg Rühling in unserem Cup nicht mehr zu sehen sind. Da unser Cup ausschließlich auf permanenten Rennstrecken ausgetragen wird, ist die Sicherheit und das soziale Umfeld sehr gut gewährleistet. Eine unrühmliche Ausnahme bildet dabei leider das Schleizer Dreieck. Ich habe 2011 fast die gleichen sozialen Verhältnisse wie 1960 vorgefunden. Sie entsprechen in keiner Weise den heutigen Anforderungen. Von den dreimaligen Streckenveränderungen im Laufe der Jahre als noch die Spitzkehre in der Stadt, der Schauerschacht, die Waldkurve und Oberböhmsdorf in der Streckenführung enthalten waren, mal abgesehen. Ein fehlender Rettungsweg  führt oft zu einer Trainingsunterbrechung zu Lasten der Piloten. Manchmal sind Probleme auch hausgemacht. So zum Beispiel als ich bei einer anderen Klasse von der Fahrertribüne aus die Linkskurve am Ende  der Zielgerade beobachtete. Hier rutschte ein Fahrer harmlos ins Kiesbett ohne Folgen für den Fahrer. Natürlich die gelbe Flagge, aber Fahrer und Streckenposten hielten im Kiesbett einen gemütlichen Plausch. Das Motorrad blieb im Kiesbett liegen, daneben beide genannten Personen. Unmittelbar daneben war ein Durchgang, um das Motorrad zu entfernen. Minutenlang, danach erfolgte ein Abbruch des Trainings mit der roten Flagge. In unangenehmer Erinnerung ist auch noch bei uns die „Zwangsabgabe“ von 10 Euro an die Anlieger vor Ort, um die alte Fahrerlagerzufahrt nutzen zu können. Das erinnert stark an die Kleinstaaterei in Deutschland. Nochmals zum Thema Sicherheit. Auch wenn andere Veranstalter öffentliche Straßen benutzen, die nur als Gleichmäßigkeitsfahrt ausgeschrieben sind, Obstbäume und Fallobst auf der Rennstrecke liegen, trägt dies nicht zur Sicherheit bei. Wer noch echte Rennen mit alten Rennmaschinen fahren will und auf Sicherheit Wert legt, sollte in unserem Cup und damit bei Bike Promotion fahren. Hier gewinnt immer noch der, der als erster die Ziellinie überfährt. Übrigens bei uns zu moderaten Preisen. Alle Infos dazu sind im Netz unter www.HR-Racing.de  zu finden. Auf Grund der schon genannten Baujahrbegrenzung ist eine Leistungsbeschränkung bzw. Weiterentwicklung in der Technik gegeben. Trotzdem ist eine Verbesserung der Rundenzeiten auf den einzelnen Rennstrecken in den letzten 6 Jahren um durchschnittlich   8 Sekunden in den einzelnen Klassen zu verzeichnen. Diesbezüglich sind speziell unsere Spitzenpiloten Gerold Meißner, Stefan Tennstädt, Hans-Peter Loda, Andy Junghans, Bert Rippl, Frank Kunzmann und Ronald Neef, um nur einige zu nennen, verantwortlich. Erstmals in der Saison 2011 wurde in Most eine Doppelveranstaltung durchgeführt. Das heißt ein Rennen Sonnabend und ein zweites am Sonntag. Diese Veranstaltung wurde gut angenommen. Diese Möglichkeit wird von uns in der Saison 2012 erweitert und zwei weitere Doppelveranstaltungen angeboten. Erfreulich ist das Auftreten von Dana Schulze mit der 250er Maico in der Einzylinderklasse sowie von Kathrin Bohndorf mit der 250er RS von Honda. Die in der Saison 2011 letztmalig angebotenen 50erKlasse wurde von Gerold Meißner auf seiner Meikomot beherrscht. Er gewann das erste Rennen in Schleiz und in Most, ebenso die Veranstaltung auf dem Lausitzring. Die Klasse bis 125 ccm wurde von den Fahrern Michael Schlereth, Frank Kunzmann und dem ehemaligen Grand Prix Fahrer Wolfgang Müller auf ihren Hondas beherrscht. Dabei gab die Konstanz  der Leistungen in technischer und fahrerischer Hinsicht den Ausschlag zum Gewinn des Gesamtpokals zu Gunsten von Michael Schlereth. Frank Kunzmann hatte leider 2 Ausfälle in Most zu verzeichnen und belegte in der Gesamtwertung den zweiten Platz nach zwei Siegen bei den Rennen in Schleiz und einem zweiten Platz auf dem Lausitzring. Die 250er Einzylinderklasse war, wie schon in den vergangenen Jahren, eine Domäne der Maicos. Hierbei vermissten wir die einstmals stärker vertretenen MZ und Awo’s . Klassensiege gingen in Schleiz, Most und auf dem Lausitzring an Thomas Körner. Dazu kam ein dritter Platz beim Rennen 1 in Most, was zum Gesamtsieg am Jahresende in dieser Klasse reichte. Dana Schulze punktete in allen 5 Rennen, was zum Saisonende für den zweiten Platz in der Gesamtwertung reichte. Daniel Gottschalk  kam bei beiden Rennen in Most und beim letzten Rennen in Schleiz auf Platz 2 ein. Dies reichte zu Platz 3 in der Gesamtwertung. Spannend verlief die Saison 2011 in der Klasse 250er Zweizylinder. Nach dem Klassenwechsel von der 125er in die 250er Klasse erreichte Andy Junghans auf der Honda vom HR-Racing Team in den ersten vier Rennen jeweils Platz 1 und gewann damit vorzeitig den Gesamtpokal.  Im letzten Rennen in Schleiz dominierte Hans-Peter Loda mit seiner Yamaha, zumal die Honda von Andy Junghans an diesem Wochenende permanent mit Zündungsproblemen zu kämpfen hatte, die schließlich auch  zur Aufgabe im Rennen führten. Thomas Wittig erreichte mit zweiten und dritten Plätzen, konstant punktend, auf seiner Yamaha den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Hans-Peter Loda auf seiner Yamaha wurde insgesamt Dritter. Mit drei zweiten Plätzen und einer erstaunlichen fahrerischen und technischen Leistung wurde Stefan Tennstädt als vierter in der Addition der Punkte am Jahresende gewertet. Viel zu schön um damit Rennen zu fahren, immer gut vorbereitet, präsentierte sich, verbunden mit guten fahrerischen Leistungen, die Yamaha von Siegfried Schröter. Mit 22 Bewerbern war die Klasse über 250ccm am stärksten besetzt. Konstant mit Platz 1 in den ersten 4 Rennen punktend, gewann Bert Rippl vom HR-Racing-Team vorzeitig den Gesamtpokal. Nur im letzten Rennen musste er dem jeweils Zweiten aus den vorhergehenden Rennen, Ronald Neef, den Sieg überlassen. Damit erreichte Ronald Neef in der Gesamtwertung Platz 2. Konstant in allen 5 Rennen punktend, wurde Rico Milzarek Dritter in der Gesamtwertung. Erwähnenswert sind die Leistungen der Brüder Ringleb sowie von Charlie Johnson aus den USA. Erfreulich aus unserer Sicht ist bis auf einen Unfall in Schleiz der sonst unfallfreie Verlauf der Saison 2011. Wir, das HR-Racing Team, wünschen der bevorstehenden Saison 2012 einen unfallfreien Verlauf. Die Termine für 2012 entnehmen Sie bitte aus dem Internet unter www.HR-Racing.de.


Harald Rippl


HR-Racing Team


 

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